In Saskatchewan ist es total heiß aber ich denke, es ist eine gute Vorbereitung für Brasilien. Letzte Nacht hatten wir endlich ein paar Gewitter mit wunderschönen Blitzen und es goss aus Eimern. Die Rasen und Gärten brauchen aber auch unbedingt den Regen.
Ich bin immer noch auf der Suche nach Arbeit, hatte sogar ein Vorstellungsgespräch in Moose Jaw vor ein paar Wochen aber sie haben sich für jemand anders entschieden (was sie natürlich für immer bedauern werden
Gestern hab ich dann einen Job angeboten bekommen auf einem Jahrmarkt in Lloyd und Nipewan. Die Arbeit hätte Spaß gemacht und das Geld wäre auch in Ordnung gewesen, außer dass ich kleine Kinder und auch nicht so kleine Kinder auf Ponys hätte heben müssen. Leider erlaubt mir das mein Rücken nicht, mein Chiropraktiker wird jedes Mal wütend, wenn ich etwas zu schweres gehoben habe. So werde ich also weitersuchen!
Gelobt sei Gott!! Gestern hab ich meinen ´95 Aerostar Van erhalten und ich bin so froh, endlich wieder mobil zu sein. Ich möchte dafür gerne David Quick and SAM Ministries Missionboard danken, dass sie es mir ermöglicht haben, den Wagen zu kaufen und die 3monatige Versicherung. Der Wagen braucht einen neuen Auspuff. Darum werde ich mich nächste Woche kümmern.
Ich bin nun auch offiziell in Saskatchewan angemeldet: Krankenversicherung, Führerschein und alles.
Ich habe ein Gebetsanliegen: Ihr solltet wissen, dass es mir in letzter Zeit nicht so gut ging. Weil ich keinen Job habe, fühle ich mich ungebraucht, ungeliebt, nutzlos und abgelehnt. Ich werde depressiv und mein Leben wird dunkel: negative Selbstgespräche, ich geh nicht mehr zur Kirche, treff mich nicht mehr mit Leuten und bleib am liebsten im Bett. Dass ich die Hunde habe, hilft mir etwas. Ich möchte gerne, dass ihr für mich betet und für Kraft gegen den anzugehen, der die trüben Gedanken in mir verursacht.
Obwohl ich keinen regulären Job hab, bin ich doch mit dem Haus und dem Hunde ausführen beschäftigt. Es ist jedoch kein Job, der mich ausfüllt. Aber: Ich liebe Hunde. Sie sind immer glücklich, sie sind loyal, sie stellen keine Erwartungen die ich nicht erfüllen kann und sie nehmen mich, wie ich bin. Wer kann das schon von sich sagen? Ich verändere mich. Ich weiß nicht mehr, was ich mit den Leuten reden soll (vielleicht durch die Depression verursacht?) Aber was sagt man auch schon, wenn die Leute von ihren teuren Reisen in die Karibik erzählen, oder den teuren Restaurants, oder wenn sie darüber reden, dass sie mit ihren Kindern ins Kino gehen, ins Restaurant und erzählen, dass es ja „nur“ 50 CAD für uns beide zusammen gekostet hat, oder wenn sie über die DVD erzählen, die sie sich neulich gekauft haben.
Was soll ich darauf sagen, da ich Leute gesehen habe, die in solch einer Armut leben, dass sie nur ein Loch in ihrem Garten haben das als Toilette benutzen? Wenn es regnet, fließt dies dann alles die Straße hinunter!!! Wenn die Leute so arm sind, dass sie nicht mal das Nötigste zum Leben haben und ihren Kindern geben können?
Ich sag ja gar nicht, dass diese Dinge, die die reichen Leute tun, Sünde sind oder dass die Leute hier in Kanada auch in Hütten leben sollten, aber das meiste, was wir tun und kaufen, wovon wir denken, dass wir es uns verdient haben, ist bloß Verschwendung!! Was verdienen wir eigentlich? Was sagt die Bibel über „verdienen“ und unser „Recht, zu genießen und Sachen zu besitzen?
Ich habe vor einigen Jahren jemanden eine ziemlich weise Aussage machen hören. Als ein Freund ihn fragte: „Wie viel sollen wir geben? Antwortete er: Soviel, bis es Weh tut!